Die Bilder vom Abschlussvortrag sind online!

Interesse an China 2011?
Das erste offizielle Treffen für die ETG China-Exkursion 2011 findet am Mittwoch, den 09. Juni 2010 ab 19:00 Uhr im Seminarraum R4.26 am Lehrstuhl für Regelungstechnik (Cauerstraße 7, 4. Stock) statt. Dabei werden auch bereits die Plätze für die nächste Exkursion vergeben!
18. Mai 2010: Abschlussvortrag
Während unserer knapp vierwöchigen Reise ins ferne Asien haben wir viel Spannendes erlebt, interessante Firmen besucht und wurden mit einer uns fremden Kultur konfrontiert.
Wir laden euch ein, die Reise mit uns noch einmal Revue passieren zu lassen. Unser Abschlussvortrag findet am Dienstag, 18. Mai 2010 um 19:30 Uhr im H8 an der Technischen Fakultät statt. (Anfahrt)
Interesse an China 2011? Dann seid ihr bei uns genau richtig! Hier bekommt ihr die ersten Informationen zur nächsten ETG China-Exkursion.
Heute Morgen wurden wir freundlicherweise vom Bus des Malaysian-France Institute vom Hotel abgeholt und zum MFI-Gelände befördert. Das MFI ist eine ähnliche Institution wie das am Vortag besuchte German-Malaysian Institute, es stellt eine Kooperation zwischen der französischen und malaysischen Regierung dar. Ziel ist es ebenfalls, durch praxisorientierte Ausbildung gut ausgebildete und praxiserfahrene Studenten zu generieren, um das Ziel der malaysischen Regierung zu verwirklichen, bis 2020 Industrieland zu werden. Nach einer kurzen filmunterstützten Präsentation des Instituts und der darauffolgenden Führung durch die Labore und Werkstätten, wurden wir zum stärkenden Mittagessen eingeladen. Nach der Verabschiedung fuhr uns der Bus am frühen Nachmittag wieder zurück zum Hotel.
Nun blieben noch etwa drei Stunden Zeit um noch die letzten interessanten Sehenswürdigkeiten von Kula Lumpur zu besichtigen. Viele nutzten die Zeit um im „Butterfly House“ in der Nähe der Lake Gardens eine sensationelle Vielfalt an Schmetterlingen zu erleben.
Um 17 Uhr war es soweit: Der Bus stand bereit für unseren Transport zum Flughafen. Unsere Reise neigte sich nun langsam dem Ende zu. Unser Flug ging dann um 21:30 Uhr, nach eineinhalb Stunden Flug landeten wir in Bangkok zwischen. Nach einer halbstündigen Pause ging die Reise mit einem zehnstündigen Flug von Bangkok nach Frankfurt weiter, wo wir um ca. 6 Uhr deutscher Zeit am Freitagmorgen sicher landeten. Wir sind überglücklich, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde, 25 so tolle und interessante Tage in Asien verbringen zu dürfen.
Heute blieb vormittags etwas mehr Zeit um sich etwa mit der Hotelumgebung vertraut zu machen. Diese Zeit wurde zum Beispiel für die Besichtigung der In-House-Achterbahn im gegenüber vom Hotel liegenden Times Square genutzt. Zur Mittagsstunde machten wir uns dann auf um das German-Malaysian Institute zu besichtigen. Da das GMI seit 2008 einen neuen, 30 km außerhalb von Kuala Lumpur liegenden neuen Campus bezogen hatte und nicht jeder Taxifahrer mit dem neuen Standort vertraut war, kam es bei unserer Anreise zu unerwarteten Verzögerungen. Letztendlich schafften wir es doch alle auf dem Gelände des GMI heil anzukommen. Das GMI wurde als Kooperationsprojekt zwischen der deutschen und malaysischen Regierung 1991 ins Leben berufen. Beweggrund dafür war damals, das System, den Erfindergeist und die Lernmethoden der Deutschen ins ferne Malaysia zu übertragen. Herkömmliche Vorlesungen wie sie an deutschen Universitäten vorzufinden sind gibt es hier in diesem Sinne nicht. Durch einen hohen Anteil an praktischen Arbeiten, an Gruppenprojekten und Industriepraktika wird hier versucht, den Studenten Produktionstechnologien und Elektronikfähigkeiten beizubringen. Hierbei steht vor allem das lebenslange Lernen und das unermüdliche praktische Training im Fokus, Ziel ist es, einen „Problem Solver“ zu formen. Einer kurzen Präsentation des GMI folgte eine Führung über das Institutsgelände. Hierbei kamen besonders der riesige Campus und die moderne Ausstattung des GMI zur Geltung. Anschließend folgte noch ein interessanter Dialog mit den Deutschstudenten des GMI, wobei wir zudem Gelegenheit hatten, uns mit leckeren Sandwiches zu stärken. Jedes Jahr haben die besten dieser Deutschstudenten die Möglichkeit nach Deutschland zu reisen um dort Sprache und Kultur der Deutschen kennen zu lernen und um gleichzeitig in Deutschland zu studieren.
Nach der Abreise mit dem Zug blieb abends noch Zeit für ein gemeinsames Essen in Chinatown. Danach nutzten die meisten noch einmal die Gelegenheit, sich in den Chinatown-Märkten mit Souvenirs einzudecken und danach noch gemütlich in einigen Bars den letzten Abend der Reise ausklingen zu lassen.
Heute hieß es ganz früh aufstehen, denn wir besuchten die Produktionsstätten von Mercedes Benz Malaysia an der Ostküste von Peninsula. Nach vier Stunden Busfahrt durch Urwald und Ölpalmplantagen wurden wir sehr herzlich vom Werksleiter empfangen. Nach einer Präsentation über malaysische Arbeitskultur und Informationen über den PKW- und LKW-Markt in Malaysia wurden wir durch die Montagehallen geführt. In diesen konnten wir die Montagelinien der C-, E- und S-Klasse besichtigen.
Um die Fahrzeuge preisgünstiger auf dem malaysischen Markt anbieten zu können, werden die Einzelteile aus Deutschland geliefert und in Malaysia komplett zu einem Mercedes montiert. Die Qualität muss dabei deutschem Standard entsprechen.
Vor der Heimfahrt wurden bei einem leckeren Mittagessen in lockerer Atmosphäre all unsere Fragen beantwortet.
Abends führte unser Programm in die Skybar des Tradershotels, in der wir bei einem Cocktail das Skylinepanorama, speziell die Petronas-Twintowers genossen.
Der Vormittag stand der Gruppe zur freien Verfügung. Einige nutzten die Gelegenheit mal wieder etwas Schlaf abzubekommen, da wir die vergangene Nacht im Flugzeug verbrachten und man dort bekanntlich nicht so gut schlafen kann. Ein Großteil der Gruppe traf sich trotzdem am Morgen um gemeinsam zu den Lake Gardens zu fahren. Die Lake Gardens sind eine wunderschöne Parkanlage um einen See herum. Wir konnten dort viele tropische Bäume und Blüten bewundern. Um den Park herum gibt es noch einen Orchideen-, Schmetterlings- und Vogelpark. Da wir aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht alle anschauen konnten, haben uns für den größten Vogelpark Südostasiens entschieden. Die Artenvielfalt ist schier unvorstellbar, wir haben Vögel unterschiedlichster Größen und Farben gesehen. Noch völlig fasziniert von den vielen Vögeln mussten wir schnell mit dem Taxi zurück ins Hotel, denn dort wollten wir um 13.00 Uhr zu Rohde & Schwarz aufbrechen.
Nach einer knappen Stunde Fahrt wurden wir sehr herzlich von Frau Osmann empfangen. Zu Beginn erhielten wir eine spannende Firmenpräsentation von 2 Managern bei Rohde & Schwarz Malaysia. Wir erfuhren ein bisschen über die Geschichte der Firma in Malaysia, die Organisation vor Ort und über die wichtigsten Produkte und Kunden. Im Anschluss wurden wir durch einige Labore und Testräume geführt. Vor allem für die Etechniker unter uns war diese Office Tour sehr interessant. Aber auch die Nicht-Etechniker war es keineswegs langweilig, denn so ein völlig neues Gebiet ermöglicht Platz für viele neue Fragen. Weshalb sich unser Programm auch etwas nach hinten verzögert hat… Nach einer gemütlichen Teepause, bei der wir uns noch weiter mit den Rohde & Schwarz Mitarbeitern austauschen konnten, ging es dann bei starkem Gewitter zurück ins Hotel. Später am Abend trafen wir uns um gemeinsam auf den Fernsehtrum von KL zugehen, von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Petronas Twintowers sowie auf den Rest der Skyline von KL.
Heute Morgen sind wir mit etwa 2 Stunden Verspätung im Hotel angekommen. Nach einem kleinen Zwischenstopp zum Frühstücken sind wir alle gemeinsam zu den Batu Caves aufgebrochen. Die Batu Caves sind eine wichtige Gebetsstätte für die Hinduisten etwa 13 km nördlich von KL. Vor den Höhlen steht eine 42 Meter hohe goldene Figur die den Gott Murugan darstellt. In der Höhle sahen wir einige kleine Tempel, Gebetsstätten und viele kleine Äffchen. Nach einer knapp einstündigen Tour litten die meisten von uns schon ziemlich unter dem krassen Klima. In KL ist es unglaublich warm und die Luftfeuchtigkeit ist unglaublich hoch, so dass man eigentlich permanent schwitzt.
Wir sind nachmittags gemeinsam zum Platz der Unabhängigkeit gefahren auf dem der angeblich größte Fahnenmast der Welt steht und auf dem 1957 die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen wurde. Gegenüber dieses Platzes befindet sich das wunderschön anzusehende Sultan Abdul Samad Building, in dem heute Teile der Verwaltung und ein Standesamt untergebracht sind. Anschließend liefen wir weiter zur Nationalmoschee. Diese hat immer nur einige Stunden am Tag für Nicht-Muslime geöffnet. Nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen haben und einige von uns noch mit Kopftüchern bzw. Umhängen ausgestattet wurden konnten wir dann endlich die Moschee betreten. Architektonisch gesehen ist die Nationalmoschee ein sehr schönes Gebäude. Im Zentrum des Baus steht ein großer runder Gebetsraum. Diesen durften wir uns nur von außen anschauen. Zwei Mitarbeiter der Nationalmoschee standen bereit uns ein wenig über den Islam zu erzählen. Der Austausch mit ihnen war sehr interessant und brachte einige neue Erkenntnisse.
Für den Rest des Tages konnte jeder seine Zeit frei gestalten, wobei die meisten die Gelegenheit nutzten einfach ein bisschen durch die Straßen zu bummeln. Viele von uns traf man in Chinatown wieder, weil man dort noch einige Sachen kaufen konnte um sich besser dem heißen Klima anzupassen.
Am Samstagmorgen sind wir mit dem Transrapid gefahren, was uns Techniker natürlich viel Spaß gemacht hat. Wir sind gleich morgens los und mit der U-Bahn zur Haltestelle Longyang gefahren um von dort aus in den Maglev, wie der Transrapid in China genannt wird, umzusteigen. Die ca. 30 Kilometer lange Strecke endet am Shanghai Pudong Flughafen und die Fahrt dauert etwa acht Minuten. Es war beeindruckend das anheben des Zuges durch die Magnete am Beginn und die enorme Beschleunigung zu fühlen. Die Landschaft raste mit 431 km/h an uns vorbei. Auch der entgegenkommende Transrapid war in Bruchteilen einer Sekunde an uns vorbei gerast. Dieses Vergnügen hatten wir zum Glück zweimal, da unser nächstes Ziel, der Jadegarten, ja eigentlich in der Innenstadt liegt.
Der Yu Yuan (Jadegarten) und die ihn umgebende Chinesische Altstadt von Shanghai sind eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, auf den die Chinesen Stolz sind. Der Yu Yuan ist ein klassischer chinesischer Garten mit Teichen, Pfaden, Brücken und arrangierten Felsen. Ein hoher Beamter des kaiserlichen Hofes legte ihn im 16. Jh. zu Ehren seines Vaters an. Nach der Besichtigung des Gartens stürzten wir uns abschließend noch in die verwinkelte Altstadt Shanghais mit seinen vielen kleinen Ständen und Geschäften.
Der Bus von unserem Hotel zum Flughafen fuhr um 17:00 Uhr Ortszeit ab. Allerdings mussten wir noch einige Stunden am Flughafen vor dem Abflug nach Kuala Lumpur warten, da wir schlechte Witterungsbedingungen hatten.
Das heutige Ziel der Exkursion ist der Jiading-District, dort besuchen wir SKF und Leoni. Die Firma SKF stellt an diesem Standort Kugellager für die Automotive Sparte her. Der General Manager Richard Yang nahm uns in Empfang. Nach der Präsentation unserer Universität, unserer Gruppe und unserer Intention, hat uns der GM in das Unternehmen SKF eingeführt: Seit 90 Jahren ist die Kugellagerfirma aus Schweden in China tätig. Wie alle bisher besuchten Firmen ist die Führung und Behandlung der Mitarbeiter mit europäischem Standard vergleichbar. So zahlt die Firma auch in Rentenversicherung und Unfallversicherung ein.
Nach einem von allen als äußerst scharf empfunden Mittagessen sind wir zu Leoni Electrical Systems gefahren. Dort hat uns Sarah Yu (Assistant to General Manager) in Empfang genommen und an den Sales Manager übergeben der uns mit einer Präsentation in das Produktportfolio und die Struktur bei Leoni einführte. Diese Firma ist 1917 geründet worden, seit 1999 ist Leoni auch in China vertreten. Im Standort Shanghai werden Kabelbäume für die neue C-Klasse von Mercedes, den neuen VW Polo und den Opel Astra hergestellt. Für mich als Maschinenbauer ist es sehr überraschend was alles in einem Kabelbaum steckt und wieviel Know-how dafür erforderlich ist. Die Führung durch die Firma hat der General Manager Mr. Xing persönlich übernommen.
Den Abend ließen wir mit der Assistant to GM von Leoni und zwei deutschen Praktikanten von Voith Turbo ausklingen.
Morgens haben wir uns aufgemacht um die Shanghai Jiao Tong Universität zu besuchen. Die Jiao Tong Universität liegt etwas außerhalb von Shanghai, dafür ist es aber die Größte Campus-Uni Chinas. Der Campus hat sogar einen eigen Bus, der die Studenten zu den insgesamt vier Mensen und den Unterrichts Stunden fährt.
Zunächst erhielten wir von unseren gastgebenden Studenten eine Präsentation über ihre Universität und die Fakultät, die wir grade besuchten, das University of Michigan- Shanghai Jiao Tong University Joint Insitut. Dieser Zusammenschluss der Universitäten aus Michigan (USA) und Shanghai ermöglicht es den Studenten einen Bachelor- und einen Masterabschluss in China und den USA gleichzeitig zu erhalten. Die Studenten müssen dafür aber auch einige Semester in den jeweiligen Partner Universitäten studieren. Dieses Programm fördert natürlich die Englischkenntnisse der Studenten, was wir auch im Vergleich zu den anderen chinesischen Studenten gemerkt haben. Auch wir stellten uns mit einer Präsentation unserer Universität vor und rundeten die Vorträge mit einer kurzen Q&A-Stunde ab. Die Unterhaltungen führten sich fort, während wir noch das Innovation Lab der Universität besichtigten. Der Campus Bus verband dann eine kleine Campus Tour mit dem Transfer zum abschließenden Mittagessen in deiner der vier Mensen.
Unser nächster Stop war die Firma VW Transmission, die ein relativ unabhängiges Joint Venture von VW in China ist und Getriebe produziert. Der deutsche Werksleiter gab uns eine Präsentation über die Firmenstruktur, die Produkte und die Stellung des Unternehmens bezüglich er VW Mutter. Interessant war, dass auch hier eine enormer Wachstumsmarkt in China vorliegt und die Kapazitäten des Werkes extrem vergrößert werden müssen. VW stellt an diesem Standort viele Einzelteile selbst her und baut die Getriebe auch zusammen. Die Produktionsmenge beträt zurzeit ca. 375.000 Stück pro Jahr, was allerdings ständig extrem wachsend ist, da die Nachfrage in China so groß ist. Über den hohen Standard, den VW auch in China halten kann, konnten wir uns dann bei der Werksführung selbst überzeugen.
Diesen anstrengenden Tag konnten wir dann mit einem Individuellen Kulturprogramm abschließen. So teilten wir uns in mehrere Kleingruppen auf und besichtigten den Volksplatz mit dem Shanghai Museum, Fake-Märkte und fuhren Abends noch in die Französische Konzession in der immer noch viele alte europäische Häuser stehen.
















